29/2010: Sam Rockwell, Tom Cruise, Cameron Diaz

Sam Rockwell in «Moon»

Von den fünf Filmen, die heute neu in die Deutschschweizer Kinos kommen, kann ich endlich wieder einmal einen nicht nur vorbehaltlos, sondern geradezu enthusiastisch empfehlen. Ein überragender Sam Rockwell spielt in «Moon» einen auf dem Mond seltsame Vorkommnisse feststellender Arbeiter. Das beachtliche Regiedebüt von Duncan Jones ist weniger Science-Fiction als vielmehr ein eindringliches psychologisches Kammerspiel. Dieses eindrückliche Kinoereignis gilt es nicht zu verpassen!

Wer im Kino einfach nur Zerstreuung sucht, wird von den Produzenten von «Knight and Day» bedient. Das humorvolle Action-Spektakel mit Tom Cruise und Cameron Diaz ist irgendwie der perfekte Sommerfilm: kurzweilig, anspruchslos und nach Verlassen des Kinos gleich wieder vergessen. Ein psychologisches Verwirrspiel verspricht das in Ungarn produzierte Drama «Pinprick» des Schweizer Regisseurs Daniel Young. Auch im französischen Drama «Ne te retourne pas» mit Sophie Marceau und Monica Bellucci wird die Wahrnehmung und die Wirklichkeit hinterfragt. Der fünfte neue Film ist ein Remake von «The Karate Kid».

Eine ungewöhnliche, aber deswegen nicht minder spannende Filmreihe gibt es derzeit im Filmpodium zu bewundern. Dort ist eine «Hommage an Rui Nogueira» programmiert. Das ist nicht etwa ein Regisseur oder Schauspieler, sondern der Ende Jahr zurücktretende Leiter des Centre d’animation cinématographique CAC in Genf. Er präsentiert die Perlen aus dem Angebot des CAC. Ganz bestimmt sehenswert sind «Key Largo» von John Huston mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall (Fr 15 Uhr), «The Killing» von Stanley Kubrick (Sa/Mi 21 Uhr, Mo 18.15 Uhr) und «North by Northwest» von Alfred Hitchock (So 15 Uhr). Das Xenix zeigt weiterhin Musikfilme unter freiem Himmel. Zudem ist im Sofakino diese Woche «The Godfather» (Do/So–Di 20.45 Uhr) zu erleben.

Meine weiteren Empfehlungen: Von den weiterhin gezeigten Filmen sollte man sich auf keinen Fall die langlebigen Meisterwerke «A Serious Man» von Joel und Ethan Coen (27. Woche) und «Shutter Island» von Martin Scorsese (21. Woche) entgehen lassen. Die Coens amüsieren sich in ihrer schwarzen Komödie über Menschen, die immer eine Erklärung brauchen. Martin Scorsese hat einen fesselnden psychologischen Thriller über Wahrheit und Wahnsinn inszeniert. Auf alle Fälle sehenswert ist auch der verführerische Thriller «Chloe» von Atom Egoyan. Trotz einigen handwerklichen Schwächen lohnt sich auch «Invictus» von Clint Eastwood.

(Bild: © Xenix Film)

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