«Lucens» von Marcel Barelli

Mais nos ingénieurs ont très vite appri à dompter la nature sauvage de l’atome – fidèle à la réputation d’excellence et de savoir-faire.

Schweizer Politik und Geschichte liefert eindeutig ausreichend Stoff für zahlreiche kurze Animationsfilme. So schuf in den 1990er-Jahren Jonas Raeber kontroverse Werke wie «Patt» (1990), «Hoffen auf bessere Zeiten» (1993), «Grüezi» (1995) und «Credo» (2000), in denen er sich mit der Armee, der Rüstungsindustrie, Fremdenfeindlichkeit und der katholischen Kirche beschäftigte. Doch solch explizit gesellschaftspolitische Themen wurden in den Jahren danach im Schweizer Animationsfilm nur noch vereinzelt behandelt. Marcel Barelli zeigt nun mit «Lucens» die diesbezüglichen Möglichkeiten auf.
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«Schellen-Ursli» von Xavier Koller

Darf’s es bitzeli meh si?

Zumindest am Chalandamarz zählt nur die Grösse. Den Umzug des traditionellen Unterengadiner Frühlingsfests führt nämlich der Knabe an, der die grösste Kuhglocke trägt. Weltberühmt wurde der Brauch durch die Geschichte «Schellen-Ursli» von Autorin Selina Chönz und Illustrator Alois Carigiet, die nun sich etwas gar weit von der Vorlage entfernend von Xavier Koller verfilmt wurde.
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ZFF: «A Walk in the Woods» von Ken Kwapis

I don’t like talking to people.

Jede Reise beginnt mit einem Schritt. Selbst die 2190 Meilen weite Wanderung auf dem Appalachian Trail, der an der Ostküste der USA von Springer Mountain in Georgia bis Mount Katahdin in Maine führt. Die ganze Strecke legen nur wenige Menschen zurück. Zu anstrengend war die Herausforderung auch für Bill Bryson, ein Autor von Reisebüchern, der sich im Alter von 44 Jahren auf die Route wagte. Die Erfahrung verarbeitete er im Buch «A Walk in the Woods», das mit Robert Redford («All the President’s Men», «The Natural») in der Hauptrolle verfilmt wurde.
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«Inside Out» von Pete Docter

Take her to the moon for me, Joy.

Für lange Zeit waren die Pixar Animation Studios in Hollywood die Vorreiter bezüglich Kreativität. Selbst Fortsetzungen wie «Toy Story 2» oder «Toy Story 3» übertrafen die Konkurrenz an Einfallsreichtum. Doch in den letzten Jahren folgte eine wenig inspirierte Produktion, die lediglich eine Variation von bekannten Disney-Themen beinhaltete («Brave») und lieblose Fortsetzungen («Cars 2», «Monsters University») liessen Zweifel aufkommen, ob Pixar weiterhin in der Lage ist, erstaunliche und verblüffende Geschichten zu erzählen. Mit «Inside Out» knüpft nun aber Regisseur Pete Docter direkt an seinen Erfolg von «Up» an.
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ZFF: «The Program» von Stephen Frears

I just love to ride my bike.

In den 1990er-Jahren verfolgte ich begeistert, wie sich Miguel Indurain, Jan Ullrich, Tony Rominger und Alex Zülle heldenhaft auf die Alpe d’Huez, nach Courchevel und Sestrières und durch die Pyrenäen kämpften. Doch dann kam es zu immer mehr Dopingskandalen im Radrennsport und die Faszination liess nach. Selbst als danach Lance Armstrong alle Rekorde brach und sein ausgestandener Sieg gegen Hodenkrebs für zusätzliche Bewunderung hätte sorgen können. Wieso es aber eben für die Jahre 1999 bis 2005 keinen offiziellen Gewinner der Tour de France gibt, erzählt Regisseur Stephen Frears im Sportlerdrama «The Program», das am Zurich Film Festival ausser Konkurrenz gezeigt wird.
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«The Man from U.N.C.L.E.» von Guy Ritchie

For a special agent you’re not having a very special day.

Remakes sind ein wichtiges Standbein von Hollywood – egal ob von Filmen, Fernsehserien oder Kurzfilmen. Wenn dann aus dem wiederverwerteten Inhalt auch noch ein Tentpole wird, eine «Zeltstange» für Fortsetzungen, dann ist die Industrie überglücklich. Beispiele dafür sind die mittlerweile bei der fünften Folge angelangte Kinofassung der Fernsehserie «Mission: Impossible» oder die bisher aus drei modernen Episoden bestehende Kinoversion der 60er-Jahre-Produktion von «Ocean’s Eleven». Gleiches erhoffen sich nun auch die Produzenten von «The Man from U.N.C.L.E.». Die von Regisseur Guy Ritchie munter inszenierte Agententhrillerkomödie vermischt dazu Elemente der beiden genannten Remake-Reihen.
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«Wandelzeit – Eine Gletscherperformance» von Jan-Eric Mack

Jetzt mümer nu luege, dass kei Banane git.

Weiss ist das erste Bild. Weiss ist auch die Hauptfigur: Die Schneemasse des Brunnfirns. Tief hängende Wolken sorgen zu Beginn für eine mysteriöse Eintönigkeit auf der Leinwand. In den nächsten Aufnahmen lösen sich die Wolken langsam auf. Beeindruckende, tief verschneite Felshänge erfreuen den Blick. Ein Helikopter transportiert eine Ladung mit grossen weissen Rollen. Doch das geheimnisvolle Projekt verzögert sich vorerst. Zwei Gestalten führen ein Gespräch und einigen sich auf einen nächsten Termin. Über den Felsgipfeln ziehen düstere Wolken vorbei, es donnert. Bei einer Berghütte zerreissen beinahe die im Wind wehenden Fahnen.
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«Abseits der Autobahn» von Rhona Mühlebach

Du bisch so langwilig, eso beschisse… nervig.

Keuchend quält sich der Mann auf einem Velo den Berg hinauf. Wesentlich entspannter tritt die Frau in die Pedale. Sie wird leise surrend von einem Elektroantrieb unterstützt. Zunächst wird synchron gepinkelt, dann folgt die Rauchpause. Doch während er sich eine konventionelle Zigarette anzündet, zieht sie an einer elektrischen Zigarette. Auch wenn die Landschaft zunächst noch so idyllisch scheinen mag, diese Gegensätze lassen schnell erahnen, dass, die Beziehung alles andere als harmonisch ist.
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«Into the Woods» von Rob Marshall

Careful the things you say, children will listen.

Im dunklen Wald lauern düstere Gefahren. Doch das Risiko kann auch eine verlockende Herausforderung sein. Wie aber lassen sich kleine Kinder davon abhalten, dass sie sich im Wald verirren? Man erzählt ihnen Märchen über einen bösen Wolf oder eine fürchterliche Hexe. Das Motiv der Märchen über dunkle Wälder hat James Lapine (Handlung) und Stephen Sondheim (Musik, «Sweeney Todd») zum unwiderstehlich charmanten Musical «Into the Woods» inspiriert. Das wurde von Regisseur Rob Marshall («Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides») mit viel Schwung und einer wundervoll leidenschaftlichen Besetzung für die Leinwand verfilmt.
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«Jupiter Ascending» von The Wachowskis

Trust is an illusion.

Durch die Zerstörung einer Illusion haben sich die Wachowskis in Hollywood ihren Erfolg gesichert. In «The Matrix» entwarfen sie die düstere Vision einer Welt, in der die Maschinen die Macht übernommen haben und die narkotisierten Menschen als Energielieferanten verwenden. Im weitaus weniger überzeugenden Science-Fiction-Märchen «Jupiter Ascending» konfrontieren sie die Menschen auf der Erde wieder mit einer ebenso unliebsamen, bisher nicht wahrgenommenen Realität.
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