«Schlaf» von Claudius Gentinetta und Frank Braun

«Schlaf»

Eine weisse Linie bewegt sich rhythmisch auf und ab über die schwarze Leinwand. Dazu ertönt ein leiser Ton. Vielleicht ist es der Wind. Oder womöglich das Horn eines Ozeandampfers. Die Linie wird durch ein Schornstein ersetzt aus dem ein zartes Wölkchen steigt. Der Ton wird lauter, kratzender. Ruder und Ruderboote erscheinen, dazu Gestalten mit runden Köpfen. Menschen mit traurigem Blick und geschlossenen Augen. Oder schlafen sie? Hin- und hergewiegt von den betörenden Wellenbewegungen des Dampfers.
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«The Green Mile» von Frank Darabont (Blu-ray)

Michael Clarke Duncan in «The Green Mile»

Do you leave the lights on after bedtime? Cause I get a little scared in the dark sometime.

Für seine zweite Regiearbeit nach «The Shawshank Redemption» verschlug es Frank Darabont schon wieder in ein Gefängnis. Wieder zu einem unschuldig Verurteilten. Wieder zu einer Geschichte von Stephen King. Damit sind die Ähnlichkeiten aber bereits mehr oder weniger erschöpft. Gemeinsam mit Tom Hanks als Gefängniswärter bewundert Darabont in «The Green Mile» die heilsamen Kräfte eines zum Tode verurteilten Häftlings.
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Filmstöckchen 1396

Am Mittwoch habe ich bei Adastra wegen sonderbaren Fingerkuppen die wilde Tragikomödie «I’m a Cyborg, But That’s OK» erkannt. Alle bisherigen Filmrätsel sind bei Dirk aufgelistet. Eine kleine Erklärung für die Rätsel hier: Fragen zu Herkunftsland, Herstellungsjahr und Genre dürfen zwar gestellt werden. Aber ich beantworte sie nicht. Die sind nämlich langweilig.

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35/2010: Zaubernder Cage gegen zaudernden Juden

Nicolas Cage in «The Sorcerer's Apprentice»

Von den fünf Filmen, die heute neu in die Deutschschweizer Kinos kommen, habe ich für einmal sogar zwei gesehen. Kurzweilig und unterhaltsam ist die romantische Fantasy-Komödie «The Sorcerer’s Apprentice» in der sich Nicolas Cage als Zaubermeister auf die Suche nach dem Nachfolger von Merlin macht. Selbstverständlich findet er ihn auch, sonst würde der Titel wenig Sinn machen. Gehaltvoll und selbstreflexiv, aber trotzdem ein wenig amüsant ist die deutsche Komödie «Das Leben ist zu lang» von Dani Levy, in der ein Regisseur eine Komödie über die Mohammed-Karikaturen drehen will.
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«Basic Instinct» von Paul Verhoeven (Blu-ray)

Sharon Stone in «Basic Instinct»

I think she’s the fuck of the century.

Ein wenig orale Befriedigung, kurz Missionar- und Reiterstellung sowie ein Schal reichen in den USA bereits für Jahrhundertsex. Dieser Eindruck entsteht zumindest in «Basic Instinct» von Regisseur Paul Verhoeven und Drehbuchautor Joe Eszterhas. Selbstverständlich sind es aber weniger die sexuellen Übungen im Bett, als vielmehr die äusseren Umstände die zu reichlich Ausschüttung von Endorphinen im Körper der beglückten männlichen Hauptfigur führen.
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«Das Leben ist zu lang» von Dany Levy

Markus Hering und Veronica Ferres in «Das Leben ist zu lang»

Ich bin nicht so alt, wie ich aussehe.

In der Schweiz hatte 2009 ein 50-jähriger Mann noch eine Lebenserwartung von 31,7 Jahren. Für die 50-jährige Hauptfigur aus «Das Leben ist zu lang» waren allerdings bereits die bisherigen 50 Jahre eine ordentliche Zumutung, so dass die Aussicht auf weitere 31 Jahre der Demütigung nur schwer erträglich ist. Die Komödie von Regisseur und Drehbuchautor Dani Levy ist eine Satire auf die eigene Branche, die viele Elemente aus Filmen von Woody Allen verwendet. Das Ergebnis wirkt daher wenig einfallsreich und ist nur teilweise amüsant.
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Muskelmänner von Stallone beugen sich Tanztruppe

«Step Up 3»

Die Truppe aus «Step Up 3» tanzt nicht nur Angelina Jolie, sondern auch der Eliteeinheit von Sylvester Stallone auf dem Kopf herum. Der 3D-Tanzfilm liess sich auf jeden Fall nicht vom Spitzenplatz in der Besucherrangliste der meistbesuchten Filme in den Deutschschweizer Kinos verdrängen. Das Aufgebot von Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Mickey Rourke, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis hat sich für Stallone dennoch einigermassen ausgezahlt: immerhin überbot er mit «The Expendables» (29′284 Eintritte in den ersten vier Tagen) das Resultat seiner beiden letzten Filme. «Rambo» kam im Februar 2008 am ersten Wochenende nur auf 19′83 Eintritte, «Rocky Balboa» ein Jahr vorher zumindest auf 27′665.
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Verlosung «Avatar – Special Edition»

Sam Worthington in «Avatar – Special Edition»

Diese Woche brüllt Jake Sully wieder in den Kinos. Ab Donnerstag, 2. November, ist das Science-Fiction-Epos  «Avatar – Special Edition» (offizielle Website: www.avatarmovie.ch) noch einmal in den Deutschschweizer Kinos zu sehen – exklusiv in 3D. Wie Regisseur James Cameron erklärt, enthält diese Fassung acht Minuten zusätzliche Szenen: «Including new creatures and action scenes. Whether you already love the movie, or you’ve never seen it, with this Special Edition, you’ll be seeing it like never before.» Twentieth Century Fox hat für eine Verlosung 3 × 2 Freikarten (in allen Schweizer Kinos einlösbar) zur Verfügung gestellt.
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Filmstöckchen 1393

Bei Endgueltig gab es «Burn After Reading» zu erraten. Das gelang mir zwar nicht, aber irgendwie ist das Stöckchen jetzt doch hier gelandet.

Filmstöckchen 1393
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«Corpse Bride» von Tim Burton (Blu-ray)

«Corpse Bride»

Can a heart still break once it’s stopped beating?

Regisseur Tim Burton («Sweeney Todd», «Alice in Wonderland», «Charlie and the Chocolate Factory») hat nicht nur eine Vorliebe für Makaberes, sondern auch für Stop-Motion-Animation. Einige seiner frühen Kurzfilme entstanden in dieser Technik und 1993 sorgte er als Produzent und Autor von «The Nightmare Before Christmas» für angenehmen Schauder. In «Corpse Bride» verkuppelt er den schüchternen Jüngling Victor mit einer Leichenbraut.
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