«Joey – Staffel 1» mit Matt LeBlanc

Andrea Anders, Matt LeBlanc, Drea de Matteo und Paulo Costanzo in «Joey»Meine Lieblingsfigur aus «Friends» ist ganz klar Chandler. Nach dem Ende der Fernsehserie lässt sich leider nicht erfahren, wie sein weiteres Schicksal aussieht. Dafür schickte Produzent Kevin S. Bright in der Sitcom «Joey» den ambitionierten Schauspieler Joey Tribbiani in den Westen, um seinen Erfolg in Hollywood zu suchen. «Spin-off» nennt sich so etwas im Fachjargon, wenn eine Figur aus einer populären Fernsehserie ihre eigene Sendung erhält.

Nachdem sich Joey (Matt LeBlanc) von seinen Freunden in New York verabschiedet hat, trifft er in Los Angeles auf einen Teil seiner Familie. Der besteht aus seiner lauten Schwester Gina (Drea de Matteo) und ihrem studierenden Sohn Michael (Paulo Costanzo). Seine Klugheit hat Michael ganz bestimmt nicht von den Tribbianis geerbt. Gina hat Joey eine Unterkunft besorgt, wo auch gleich Michael einzieht, um ein wenig Abstand von seiner Mutter zu gewinnen. Der Auszug sorgt für Spannungen und viel Gelegenheit für Situationskomik und Wortwitze.

Carmen Electra und Matt LeBlanc in «Joey»Ergänzt wird dieses Trio durch die Nachbarin Alex (Andrea Anders), die ein wenig frustriert ist, weil ihr Ehemann die ganze Zeit mit einem Orchester auf Tour ist. Dazu kommen zahlreiche Gastauftritte. Am regelmässigsten ist Jennifer Coolidge als schrille Agentin von Joey zu sehen. Madchen Amick und Kelly Preston spielen Liebespartnerinnen von Joey, Lucy Liu die neurotische Produzentin einer seichten Fernsehserie, in der Joey eine Hauptrolle erhält, und Carmen Electra (Bild 2) taucht kurz als (fast) unwiderstehliche Versuchung auf.

Gerade einmal zwei Staffeln wurden von «Joey» produziert. Wie nun die erste Staffel auf DVD erkennen lässt, kann die kurze Lebenszeit nicht an der Qualität liegen. Nach einem zwar eher zähflüssigen Start entwickelt die Sitcom nämlich ziemlich rasch eine schwungvolle Dynamik. Die Serie lässt sich bestimmt nicht mit «Friends» messen – dafür fehlt es einigen Darstellern an Ausstrahlung –, doch was die Lockerheit der Figuren und die Treffsicherheit des Humors angeht, muss sich «Joey» bei einem Vergleich bestimmt nicht verstecken.

In der DVD-Box sind auf sechs DVDs die 24 Episoden der ersten Staffel im Format 16:9 enthalten. Die Bildqualität ist in etwa identisch mit den letzten Folgen von «Friends». Auf der Tonspur ertönen vor allem die Lacher von allen Seiten. Bonusmaterial ist nicht enthalten.

Staffel 1: 5 Sterne
Bild-/Tonqualität: 4 Sterne
Bonusmaterial:
0 Sterne

(Bilder: ©Warner Bros.)

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