«Sex and the City» mit Sarah Jessica Parker

«Sex and the City»

Die ersten fünf Staffeln von «Sex and the City» habe ich mir zunächst jeweils noch im Fernsehen und dann vor allem auch auf DVD angeschaut. Bis dann die sechste Staffel in der Flimmerkiste zu sehen war, hatte ich meine Abhängigkeit vom Fernsehprogramm schon aufgelöst. Auf die DVD-Box habe ich dann schweren Herzens verzichtet, weil sie exorbitant teuer war – oder zumindest hat sie mehr gekostet, als sie mir Wert war.

Rechtzeitig vor dem Kinostart sind letztes Jahr alle Staffeln in günstigen Boxen herausgegeben worden. Da habe ich mir natürlich noch die einzige fehlende Box besorgt. Denn die Erlebnisse von Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker), Samantha Jones (Kim Cattrall), Charlotte York (Kristin Davis) und Miranda Hobbes (Cynthia Nixon) sind nicht nur äusserst vergnüglich, sondern auch vorzüglich umgesetzt. Da spielt es fast keine Rolle, dass sich diese vier Frauen im wirklichen Leben vermutlich nicht einmal kennen würden.

«Sex and the City»

Die Erinnerung an die früheren Staffeln war zwar ein wenig schwammig, aber nachdem ich mir nun die ersten vier Fünftel der sechsten Staffeln angeschaut hatte, würde ich behaupten, dass die letzte Staffel den vorhergehenden Jahrgängen in Nichts nachsteht. Die Dialoge sind gewohnt geschliffen scharf, und die Handlung mit diversen Liebhabern und persönlichen Problemen wird fein verzwirnt voran getrieben. Dabei scheint sich die Anzahl der Partner in der letzten Staffel deutlich verringert zu haben, zumindest wenn die ewiggeile Samantha als Massstab genommen wird. Sie beschränkt sich bisher beinahe ausschliesslich auf den knackigen Smith Jerrod (Jason Lewis).

Im Zentrum steht natürlich immer noch Carrie, die auf der Annahme basierend, dass Romantik in der heutigen Zeit tot oder unecht ist, eine Kolumne schreibt. Ein Geniestreich ist die zwischenzeitliche Verkuppelung mit Mikhail Baryshnikov, den sie auf ihrer Suche nach dem perfekten Partner per Zufall trifft. Der legendäre Balletttänzer Baryshnikov spielt den Künstler Petrovsky, der erstaunt ist, das Carrie bisher noch keinen Mann getroffen hat, der ihr Gedichte vorgelesen hat, und der auch nicht davor zurückschreckt, kurz einmal eine Maus mit einer Pfanne zu erschlagen.

«Sex and the City»

An sich völlig unsexy ist die Figur von Miranda, die sich um ihren Nachwuchs kümmern muss. Babys gefallen mir sowieso nur sehr selten, das Exemplar in «Sex and the City» ist aber ein ganz besonders hässliches. Die Serienmacher sind sich aber vermutlich sehr wohl bewusst, dass ein Kleinkind in einer erotischen Fernsehserie fehlplatziert ist und haben wahrscheinlich aus diesem Grund eine unwiderstehliche Versuchung (Blair Underwood) in das Gebäude von Miranda einziehen lassen.

Charlotte hat derweil ihren glatzköpfigen Prinzen (Evan Handler) gefunden, der sie aber nicht heiraten will, weil sie keine Jüdin ist. Die Ironie daran: der Geliebte ist überhaupt nicht besonders religiös. Doch Charlotte entschliesst sich zum Übertritt zum jüdischen Glauben. Nach der Hochzeit taucht dann wieder das Problem mit ihrer eingeschränkten Fruchtbarkeit auf. Charlotte ist meine Lieblingsfigur, obschon sie tödlich enthusiastisch sein kann und manchmal schwer nachvollziehbare Entscheidungen trifft.

Serie: 6 Sterne
Bild-/Tonqualität: 4 Sterne
Bonusmaterial:
0 Sterne

(Bilder: ©Paramount)

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