«Victory» von John Huston

Sylvester Stallone, Pelé und Michael Caine in «Victory»

Gibt es wirklich einen Film, in dem Muskelpaket Sylvester Stallone («Rambo»), Bergman-Veteran Max von Sydow («Le scaphandre et le papillon») der zweifache Oscar-Gewinner Michael Caine («The Dark Knight») und Fussball-Gott Pelé gemeinsam vor der Kamera stehen? Den gibt es tatsächlich.

1981 wurde das nicht ganz ernsthafte Kriegsdrama «Victory» von Hollywood-Legende John Huston mit diesen Darstellern inszeniert. Caine spielt einen britischen Fussballprofi, der in einem Gefangenenlager der Nazis gelandet ist. Da schlägt ein Major (von Sydow) ein Spiel zwischen den Gefangenen und der deutschen Nationalmannschaft vor. Der von Stallone gespielte Amerikaner sieht darin seine Gelegenheit zur Flucht.

Die von Pelé entworfenen Spielszenen wurden filmisch zwar nicht besonders wirksam umgesetzt, bergen aber durch den Einsatz von Bobby Moore, Osvaldo Ardiles, Kazimierz Deyna und weiteren damals bekannten Fussballern einen hohen Kultfaktor. Der Film ist nicht nur aus diesem Grund eher ein Märchen als ein Kriegsdrama. Besonders amüsant: Die Mannschaft der Gefangenen liegt kurz vor Halbzeit mit vier Toren im Rückstand. Als dann Pelé verletzt ausfällt, holen sie langsam auf. Nur in Hollywood!

Die Bildqualität ist zwischendurch sehr gut, meist trüben allerdings leichte, zum Teil auch starke Verunreinigungen den Genuss. Bonusmaterial ist nicht vorhanden, nicht einmal ein Trailer. Untertitel sind übrigens auch in «Prorugiesisch» anwählbar. Die Fussballer von Prorugal (oder ist es Prorugland) sollen auch nicht schlecht sein.

Film: 3 Sterne
Bild-/Tonqualität: 3 Sterne
Bonusmaterial:
0 Sterne

(Bild: ©Warner Home Video)

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