«Tristan & Isolde» mit James Franco & Sophia Myles

James Franco und Sophia Myles in «Tristan & Isolde»

Heute habe ich im Kino wieder einmal Thomas Morris gesehen. Wer ist Thomas Morris? Vermutlich eine berechtigte Frage. Er ist deutscher Schauspieler, Autor und Blogger. In Filmen habe ich ihn bisher aber nur als «Edelstatist» gesehen. Heute in «Angels & Demons», vor ein paar Jahren in der mittelgrossen Hollywood-Kiste «Tristan & Isolde».

Regie geführt bei der Verfilmung der mittelalterlichen Legende «Tristan & Isolde» hat kein geringerer als Kevin Reynolds, der in den 90er-Jahren kurze Zeit der Hofregisseur von Kevin Costner gewesen ist – bis sie sich bei den Dreharbeiten zu «Waterworld» zerstritten haben und Reynolds angeblich zwei Wochen vor Ende der Dreharbeiten den Bettel hingeschmissen hat. Zuvor und danach hat Reynolds aber mit «Robin Hood: Prince of Thieves» und «The Count of Monte Cristo» bewiesen, dass er Schwertkampffilme durchaus ansprechend zu inszenieren weiss.

«Tristan & Isolde» erzählt die unglückliche Liebe zwischen dem englischen Prinzen Tristan (James Franco) und der irischen Prinzessin Isolde (Sophia Myles, «Hallam Foe»). Als Junge muss Tristan mitansehen, wie seine Eltern von irischen Invasoren ermordet werden. Neun Jahre später führt er die zerstrittenen englischen Barone gegen die irischen Soldaten zum Sieg, wird aber schwer verwundet und mit einer Bestattung zur See geehrt. Auf seinem Beerdigungsboot treibt der sterbende Tristan an die Küste von Irland, wo Isolde ihn findet und gesund pflegt. Sie verlieben sich ineinander, Tristan muss aber vor Isoldes Vater (David O’Hara) flüchten.

Dieser bietet seine Tochter als Preis für die englischen Barone, die sich in einem Turnier messen sollen. Tristan vertritt seinen Adoptivvater Lord Marke (Rufus Sewell, «The Illusionist») und gewinnt das Turnier. Da erkennt er erst seine Geliebte, muss nun aber zusehen, wie sie Lord Marke heiratet. Der irische König und der englische Lord Wictred of Glastonbury (Mark Strong, «Body of Lies») versuchen die heimliche Liebe von Tristan und Isolde zu ihren Gunsten auszunutzen.

Mark Strong und Thomas Morris in «Tristan & Isolde»

Mit Wictred kommt auch endlich der deutsche Schauspieler Thomas Morris ins Bild (oben), der dessen Assistenten oder Handlanger spielt – vielleicht auch seinen Sohn, doch dazu sehen sich die beiden zu wenig ähnlich. Da Wictred der Hauptfeind der Helden darstellt, taucht er gelegentlich in einer Szene auf, hinter oder neben ihm dann meist auch Morris. Allerdings hat er leider nur gerade eine Dialogzeile: «Accuse him now.» Richtig beweisen konnte er sich also nicht, aber immerhin sieht es so aus, als ob er häufig bei den Dreharbeiten dabei war.

Was mich wieder zurück zum Film bringt. Solide inszeniert, lässt dieser Liebesdrama im Mittelalter eigentlich nicht viel vermissen. Die Liebesverwirrungen der Protagonisten sind zwar ziemlich schmalzig, aber das ist schon durch die Vorlage vorgegeben und bleibt auch in einem erträglichen Mass. Die DVD liefert ebenso solides Bild und vor allem überzeugenden Ton.

Nur das Bonusmaterial ist schwach. Dafür bietet das sehr kurze Interview mit Regisseur Reynolds eine hübsche Anekdote. Reynolds über seinen Hauptdarsteller James Franco: «I think this picture may define him, as far as the persona that the public knows him by.» Vielleicht war Reynolds schon eine Weile nicht mehr im Kino, aber Franco wird den meisten Menschen wohl als Erzfeind von einem komischen Spinnenmann in Erinnerung sein.

Film: 4 Sterne
Bildqualität: 5 Sterne
Bonusmaterial:
1 Stern

(Bilder: ©Plazavista)

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2 Kommentare to “«Tristan & Isolde» mit James Franco & Sophia Myles”

  1. amanda says:

    ich finde denn film eigendlich sehr spanend

  2. Georg Müller says:

    Tristan & Isolde war hübsch gefilmt aber etwas wirr inszeniert oder geschnitten. Tolle Bilder, tolle Kostüme, schöne Musik. Thomas Morris hat aber übrigens nicht nur als “Edelstatist” in großen internationalen Filmen mitgewirkt, sondern auch Hauptrollen gespielt, vor allem in deutschen Produktionen und im Fernsehen. Ich finde es beachtlich, dass einer aus Österreich es schafft, neben seinen Rollen im deutschsprachigen Raum, auch immer wieder international dabei zu sein, auch wenn diese Rollen klein sind. Wie man weiß, ist die Konkurrenz in Hollywood groß und man kann durchaus Respekt davor haben, dass Morris neben Tristan & Isolde auch in The international, Illuminati und Schindlers Liste mitgespielt hat. Also, ich zieh den Hut!

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