«Night at the Museum» mit Ben Stiller

Ben Stiller in «Night at the Museum»

Kann mir die Fortsetzung von einem Film gefallen, der nur mittelmässig ist? «Night at the Museum» hat mir nicht sonderlich gefallen. Am Mittwoch kommt nun «Night at the Museum: Battle of the Smithsonian» in die Kinos. Wird die Fortsetzung besser sein? Dem Trio Ben Stiller, Owen Wilson und vor allem Amy Adams («Enchanted», «Doubt») kann ich auf jeden Fall nicht wiederstehen. Hier aber zunächst noch einmal mein Text zu «Night at the Museum».

Was geschieht eigentlich nachts im Museum? Vermutlich ist alles mucksmäuschenstill, aber vielleicht erwachen die Ausstellungsgegenstände in ihrer Einsamkeit ja plötzlich zum Leben. Von dieser Idee ausgehend hat der einfallsreiche Illustrator Milan Trenc das Bilderbuch «Night at the Museum» über einen ahnungslosen Nachtwächter erfunden, der bei seiner Arbeit plötzlichen mit historischen Persönlichkeiten und wilden Tieren konfrontiert wird. Verfilmt worden ist diese Geschichte nun mit Ben Stiller und Robin Williams in den Hauptrollen.

Larry (Stiller) wollte eigentlich nur einen festen Job, damit er für seinen Sohn sorgen kann. Der Lebenskünstler ist allerdings nicht auf die Rundgänge im New Yorker Museum of Natural History vorbereitet. Wenn die Sonne untergeht, werden nämlich die Wachsfiguren von Teddy Roosevelt (Williams), Attila dem Hunnen und den Steinzeitmenschen lebendig. Aktiv werden auch die ausgestopften Tiere, die Miniaturfiguren aus den Wild-West- und Antikes-Rom-Schaukästen und das Skelett des Tyrannosaurus Rex, das am liebsten seine eigenen Knochen apportiert. Larry muss Ordnung in das Chaos bringen, was gar nicht so einfach ist.

Ben Stiller in «Night at the Museum»

Die Grundidee des Films ist sehr schnell erklärt, und diese Einfachheit würde eigentlich viel Raum für eine innovative Umsetzung bieten. Der eigentliche Schwachpunkt der Abenteuerkomödie ist aber das Drehbuch, das mit den Figuren wenig anzufangen weiss. Lieber werden ein paar Ereignisse zuviel in die Handlung hineingestopft, so dass der fehlende Spannungsbogen nicht bemerkt wird.

Auch Regisseur Shawn Levy («The Pink Panther») ist nicht viel mehr als ein Auftragsarbeiter. Er erfüllt seinen Beruf zwar pflichtbewusst, zeigt aber nicht wirklich viel Fantasie. Da die lebendigen Figuren aus einer anderen Welt schon aus «Jumanji» (ebenfalls mit Robin Williams) und «Zathura» bekannt sind, ist auch der Überraschungseffekt rasch einmal vorbei. Trotzdem muss ich jetzt noch schnell meine Lieblingszeile aus dem Film zitieren, die Robin Williams über die Lippen huscht, nachdem er unliebsame Bekanntschaft mit Kutschenrädern gemacht hat und sein Oberkörper von seinen Beinen getrennt wurde: «Relax, I’m wax.»

Fazit: «Night at the Museum» ist in erster Linie ein Kinderfilm voller lose aneinander gereihten Gags. Mit der an sich originellen Ausgangslage wissen aber weder der Regisseur, noch die Drehbuchautoren wirklich viel anzufangen.

Bewertung: 3 Sterne

(Bilder: ©2006 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.)

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