«Coyote Ugly» von Jerry Bruckheimer (Blu-ray)

Piper Perabo in «Coyote Ugly»

Der Inhalt ist bei manchen Filmen nur Nebensache, einzig das Bild und die Musik zählen. Besonders wenn Jerry Bruckheimer der Produzent ist. Diese Behauptung lässt sich auch durch das verführerische romantische Musikkomödie «Coyote Ugly» beweisen.

Die junge Violet (Piper Perabo) hat eine goldene Stimme und auch das Talent, ihre eigenen Lieder zu schreiben. Doch ihr Versuch, sich ihn New York durchzuschlagen, scheitert zunächst kläglich. Violets grösstes Problem ist ihr Lampenfieber: wenn sie auf der Bühne steht, bringt sie kein Wort aus dem Mund. Da Violet aber dringend auf einen Verdienst angewiesen ist, heuert sie in der Coyote-Ugly-Bar an.

Die Bar gehört Lil (Maria Bello), die die kleine Bar durch ihren engagierten Einsatz zu einem der beliebtesten Wasserlöcher New Yorks avancieren liess. Dafür ist in erster Linie die Bedienung verantwortlich, die ausnahmslos aus jungen, hübschen Frauen (Izabella Miko, Tyra Banks, Bridget Moynahan) besteht, welche gerne zwischendurch die Kundschaft durch einen Tanz auf der Bar anheizen. Violet hat zunächst etwas Mühe mit dieser wilden Atmosphäre in der Bar, überwindet aber bald einmal ihre Scheu.

Piper Perabo und Adam Garcia in «Coyote Ugly»

Der Regisseur von «Coyote Ugly» ist von geringer Bedeutung (sein Name ist David McNally), wichtig ist einzig der Produzent, und der heisst eben Jerry Bruckheimer. «Pirates of the Caribbean», «The Rock», «National Treasure: Book of Secrets» und «Déjà Vu» sind nur einige der Filme auf seiner langen Liste erfolgreicher Kassenschlager. «Coyote Ugly» erinnert allerdings vor allem an «Flashdance», den Film über eine Tänzerin auf dem langen (Um-)Weg zum Erfolg.

Wie bei den meisten Bruckheimer-Produktionen, ändert die Geschichte von Film zu Film nur wenig. Fahrplanmässig werden die Stationen auf dem Weg zum Erfolg abgespult. Rückschläge sind dabei miteingerechnet und ebenso vorhersehbar wie das Happy End. Langweilig wird es dabei jedoch selten, da die Filmemacher genau wissen, was das Publikum (und der Produzent) von ihnen verlangt, und das erwartete Spektakel wird auch geboten.

LeAnn Rimes und Piper Perabo in «Coyote Ugly»

Auch «Con Air» wurde von Bruckheimer produziert. Damals war vorgesehen, dass LeAnn Rimes das Titellied singt. Doch Bruckheimer befand, dass ihre Stimme nicht erwachsen genug sei. Er entschied sich daher für Trisha Yearwood. Für «Coyote Ugly» durfte Rimes dann nicht nur das Titellied singen, sondern auch gleich noch der Hauptfigur ihre Stimme leihen – und sogar selbst im Film auftreten.

«Coyote Ugly» ist durch seine zahlreichen visuellen Reize selbstverständlich ein Film, der sich für die Betrachtung im hochauflösenden Format aufdrängt. Die Bildqualität der Blu-ray-Disc ist tadellos. Bildschärfe und Farbintensität sind vor allem in Szenen mit Einsatz von Flüssigkeiten wunderbar – und davon gibt es einige. Das Bonusmaterial ist identisch mit den Extras auf der «Special Edition»-DVD. Es enthält Audiokommentare, sehenswerte entfallene Sznenen, ein Musikvideo von LeAnn Rimes und diverse Beiträge.

Film: 4 Sterne
Bild-/Tonqualität (Blu-ray): 6 Sterne
Bonusmaterial (Blu-ray):
5 Sterne

(Bilder: ©Disney)

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