«The Lost World» von Harry O. Hoyt

«The Lost World»

Woher hatte eigentlich Steven Spielberg seine Idee zu «Jurassic Park»? Die Vorlage hat zwar Michael Crichton geschrieben, aber das Konzept von einer abenteuerlichen Reise zu längst ausgestorbenen Dinosauriern stammt eigentlich von Arthur Conan Doyle. Er beschrieb 1912 die Expedition zur letzten Kolonie von Urzeittieren. Verfilmt wurde diese Geschichte bereits 1925 in «The Lost World» von Harry O. Hoyt.

Angepriesen wird der Stummfilm «The Lost World» in den Titelkarten als «Sir Arthur Conan Doyle’s Stupendous Story of Adventure and Romance». Da sich die Produzenten nicht sicher waren, ob die von Hand animierten Dinosaurier ihre Wirkung entfalten würden, bauten sie in den Film auch noch eine romantische Geschichte ein. So erzählt es zumindest der «Lost World»-Experte Roy Pilot auf der DVD.

Der leicht ungeschickte Journalist Ed Malone (Lloyd Hughes) hat ein Problem. Seine Freundin will sich nur mit einem Mann verloben, der grosse Taten vollbracht und ungewohnte Erlebnisse erfahren hat: «I will only marry a man of great deeds and strange experiences – a man who can look death in the face without flinching!» Da kommt Professor Challenger (Wallace Beery) gerade richtig. Er behauptet, in Südamerika lebende Dinosaurier entdeckt zu haben.

Eine Expedition soll die Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Dieser schliesst sich nicht nur der Jäger Sir John Roxton (Lewis Stone), sondern eben auch der Journalist Malone an. Und damit auch die Romantik auf dieser gefährlichen Reise zur verlorenen Welt nicht zu kurz kommt, werden sie auch noch von Paula White (Bessie Love) begleitet, deren Eltern in der Gegend verschollen sind.

«The Lost World»

Der Regisseur des britischen Abenteuerfilms «The Lost World» ist im Grunde genommen nebensächlich. Von Bedeutung ist vor allem der Tricktechniker Willis H. O’Brien, der erstmals in einem Spielfilm seine Stop-Motion-Fähigkeiten vorführte. Später brachte er dann auch noch den Riesenaffen in «King Kong» zum Leben und erlangte dadurch endgültig unsterblichen Ruhm.

Auf der DVD sind neben dem Audiokommentar der technisch zwar noch nicht besonders ausgereifte, aber dennoch amüsante Kurzfilm «R.F.D. 10,000 B.C.» von O’Brien und einige Probeaufnahmen von den bewegten Dinosauriern enthalten. Als Begleitmusik kann die klanglich einwandfrei abgemischte Originalmusik von Robert Israël oder eine moderne Komposition ausgewählt werden. Die Bildqualität der DVD kann anhand der im Filmstöckchen 1265 verwendeten Bilder eingeschätzt werden.

Bewertung: 4 Sterne
Bildqualität: 4 Sterne
Tonqualität: 6 Sterne
Bonusmaterial:
4 Sterne

(Bilder: ©Absolut Medien)

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