«There’s Something About Mary» von B. & P. Farrelly

Ben Stiller in «There's Something About Mary»

I couldn’t believe that she knew my name. Some of my best friends didn’t know my name.

Als Ted seine Verabredung Mary für den Abschlussball abholt, gerät der hoffnungslos in sie verliebte Jüngling in schmerzvolle Schwierigkeiten als sich sein Penis in seinem Reisverschluss verklemmt. Und das soll witzig sein? Über schlechten Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Was die Regisseure Peter und Bobby Farrelly bisher in die Kinos brachten, lässt sich bestimmt nicht als anspruchsvolle Unterhaltung bewerten. Das trifft auch auf «There’s Something About Mary» zu, ihr finanziell bisher erfolgreichstes Werk.

Auch noch dreizehn Jahre nach dem unglücklichen Zwischenfall kann Ted (Ben Stiller) seine grosse Liebe Mary (Cameron Diaz) einfach nicht vergessen. Auf Anraten seines besten Freundes Dom (Chris Elliot) engagiert Ted den Privatdetektiv Pat (Matt Dillon), der Mary in Florida aufspüren soll. Der Auftrag ist schnellstens ausgeführt, doch der schleimige Detektiv verliebt sich selbst in Mary. Um Ted von Florida fernzuhalten erzählt er ihm scheussliche Lügen über Mary.

Mit Hilfe von Marys körperlich behinderten Freund Tucker (Lee Evans) – nicht zu verwechseln mit Marys geistig behinderten Bruder Warren (W. Earl Brown) – erhofft sich Pat ihre Zuneigung zu erobern. Bald stellt sich jedoch heraus, dass auch Tucker in Mary verliebt ist. Ted ist mittlerweile auch in Florida eingetroffen, und sogar Dom taucht plötzlich mit rasendem Herzen unter der südlichen Sonne auf. Und schliesslich wäre da noch Marys ehemaliger fast-verlobter Brett Favre, damals Quarterback der Green Bay Packers.

Cameron Diaz in «There's Something About Mary»

Anfang der 90er-Jahre wäre ein Schauspieler wie Matt Dillon kaum in einer so unanständigen Komödie wie «There’s Something About Mary» zu finden gewesen. Offensichtlich fand er aber einen verlockenden Aspekt im Drehbuch der Farrellys, den sie dann auch erfolgreich auf die Leinwand brachten. Es gehört schon ordentlich Mut dazu, in ein Drehbuch zu vertrauen, dass mit Witzen über Penise, behinderte Personen, eingegipste Hunde und allen möglichen ekligen Figuren und Gegebenheiten prall gefüllt ist.

Doch hier handelt es sich eben nicht nur um eine Anhäufung von niveaulosen Witzen (über die man erstaunlich gut lachen kann), sondern nebenbei auch um eine Liebesgeschichte. Jeder kann sich in das Verlangen des Hauptdarstellers einfühlen und so lacht man nicht über ihn, vielmehr leidet man mit ihm. Dabei kann man sich aber zwischendurch nicht helfen, herzhaft zu lachen. Wenn die Geschichte am Schluss doch noch vorhersehbar endet, so verzeiht man den Farrellys, da man den Figuren ihr Glück gönnt.

Bewertung: 5 Sterne

(Bilder: ©Fox)

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2 Kommentare to “«There’s Something About Mary» von B. & P. Farrelly”

  1. Columbo says:

    Das Werk liegt bei unserem Helpdesk als offizielle Test DVD, um Laptop – Laufwerke zu checken; und nachdem ich aus Versehen ein paar Ausschnitte am TV gesehen habe, kann ich mir auch den Grund vorstellen. Da war’s offensichtlich jemandem zu peinlich, das Teil zu Hause im Gestell stehen zu haben ;-)

  2. Thomas says:

    Die wenigsten Filme lassen sich auf Grund einiger Ausschnitte beurteilen.

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