«Disturbia» von D.J. Caruso

Shia LaBeouf in «Disturbia»

That’s either the creepiest or the sweetest thing I have ever heard.

Ein wenig mehr als zwei Jahre sind mittlerweile vergangen, seit der erste Film mit Shia LaBeouf in einer Hauptrolle in den Schweizer Kinos zu sehen war. So richtig angefreundet habe ich mich mit dem wenig ausdrucksstarken Jung-Star noch nicht wirklich. Das liegt vielleicht auch daran, dass er sich seit «Disturbia» nicht wirklich gesteigert hat und die Filme, in denen er anschliessend zu sehen war («Transformers», «Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull», «Eagle Eye», «Transformers: Revenge of the Fallen»), eher schlechter geworden sind.

LaBeouf spielt in «Disturbia» den unter polizeilichem Hausarrest stehenden Vorstadtjungen Kale. 90 Tage muss er durchhalten, was mit Xbox 360, iTunes und Fernsehen eine einfache Sache sein soll. Doch die Mutter (Carrie-Anne Moss) stellt ihm schon am zweiten Tag die Internetverbindung ab und schneidet das Fernsehkabel durch. Kale muss sich also einen anderen Zeitvertreib suchen. Der Blick durch den Feldstecher auf die Nachbarn bietet willkommene Abwechslung, an der auch sein Feund Ronnie (Aaron Yoo) Gefallen findet. Da ist einerseits der Nachbar, der seine Frau mit dem Hausmädchen betrügt, der obsessiv seinen Garten pflegende Mann oder das neu zugezogene Mädchen gleich nebenan.

Die hübsche Nachbarin (Sarah Roemer) merkt allerdings bald, dass sie beobachtet wird und stellt Kale zur Rede. Der kann sie vom Nutzen seiner voyeuristischen Tätigkeit überzeugen, denn der gärtnernde Nachbar Robert Turner (David Morse, «The Negotiator») ist möglicherweise ein Massenmörder. Immer wieder verschwinden rothaarige Frauen, und die Beschreibung des Täters passt exakt auf Turner. Bei der Überwachung verraten sich die drei Jugendlichen allerdings. Der Nachbar ist über die Verdächtigungen ebenso entsetzt wie Kales Mutter. Ist alles nur ein Hirngespinst?

Sarah Roemer und Shia LaBeouf in «Disturbia»

Ein wenig «Rear Window», ein wenig «Fast Times at Ridgemont Hight», fertig ist Rezept für einen coolen, spannungsgeladenen Thriller. Regisseur D.J. Caruso versteht es, diese Zutaten ansprechend zu verpacken und mit reichlich Humor aufzulockern. Einzig die Gestaltung der Figuren ist ein wenig zu kurz geraten. Die Vermischung von Thriller und Teenager-Komödie lässt nicht viel Spielraum für die Entwicklung der Figuren, und so dienen schablonenartige Szenen zur Charakterisierung.

Die Hauptdarsteller lassen dieses Manko allerdings schnell vergessen. Shia Labeouf ist sympathisch zurückhaltend und fällt daher nicht weiter negativ auf. Meine Aufmerksamkeit galt allerdings weniger ihm als vielmehr der bezaubernden Sarah Roemer. Wenn dann die Spannung steigt, verschiebt sich dann die ganze Konzentration aber sowieso völlig aufs Fingernägelkauen.

Fazit: «Disturbia» ist ein ebenso humorvoller wie spannender Thriller. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Bewertung: 4 Sterne

(Bilder: ©Universal Pictures International)

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2 Kommentare to “«Disturbia» von D.J. Caruso”

  1. David says:

    Also ich fand, das war bisher Shias beste Rolle. Indiana Jones & Tranformers kann man ja getrost vergessen.
    Die Story ist nicht neu aber ich fand es trotzdem recht spannend inszeniert.

  2. Zappadong says:

    Tochter Zappadong und ich schauen den immer mal wieder. Nicht wegen Shia LaBoeuf, sondern weil uns die Story gefällt.

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