«Shrek the Third» von Chris Miller

«Shrek the Third»

We’re headed back to Far Far Away whether you like it or not!

2007 war das Jahr der dritten Teile. Neben «Ocean’s Thirteen», «Spider-Man 3», «Pirates of the Caribbean: At World’s End» und «The Bourne Ultimatum» sorgte auch «Shrek the Third» für ein Wiedersehen mit bekannten Figuren. Der dritte Aufguss der Märchen-Parodie ist zumindest respektabel, manchmal sogar wirklich witzig, aber irgendwann fängt der Schädel an vor lauter wiederkehrender Figuren zu brummen. In «Shrek the Third» treten wieder einmal Shrek, Donkey, Fiona, Puss In Boots, Prince Charming, die Königin und der König auf.

Auch Dornröschen, Schneewittchen, Cinderella, Rapunzel, Pinocchio und die drei kleinen Schweine tauchen alle wieder auf. Da wünscht man sich fast, dass Andersen, die Grimms und Perrault ihre Märchenfiguren nicht so unsterblich geschaffen hätten. Dieser Wunsch geht dann auch tatsächlich in Erfüllung, denn der König (ein Frosch) schluckt seine letzte Fliege. Ein Nachfolger muss her, und das ist logischerweise Shrek (Mike Myers). Doch der sträubt sich, weil er lieber im Sumpf sitzt, als am Königshof zu repräsentieren.

So macht sich Shrek – natürlich gemeinsam mit Donkey (Eddie Murphy) und Puss in Boots (Antonio Banderas) – auf die Suche nach dem einzigen anderen Thronfolger. An dieser Stelle erfährt Shrek nicht nur, dass Fiona (Cameron Diaz) schwanger ist, sondern es werden bald auch zwei neue Figuren eingeführt: der schwächliche  Arthur (Justin Timberlake), der an der High School von seinen Mitschülern gehänselt wird, und der senile Merlin (Eric Idle), der zur Erholung in die Natur verbannt worden ist. Derweil plant Prince Charming (Rupert Everett) einen Putsch.

«Shrek the Third»

Wie bei den anderen dritten Teilen findet also auch in «Shrek the Third» anstatt einer nötigen Reduzierung auf das Notwendige eine wenig zweckdienliche Erweiterung des Figurenarsenals statt. Wenigstens wurde dadurch die Länge des Films nicht unnötig ausgedehnt, doch eine anständige Entwicklung der Figuren oder der Handlung kann selbstverständlich auch nicht stattfinden. Oberflächliche Versatzstücke sollen zeigen, wie sich Shrek seelisch auf seine Vaterrolle vorbereiten muss, und dabei gleich einmal am abgeschobenen Arthur seine Erziehungskünste üben darf.

Der erste Teil konnte noch mit etlichen Überraschungen aufwarten, doch mittlerweile sind den Drehbuchautoren die zündenden Ideen ausgegangen. Einige einfallsreiche Momente täuschen nicht darüber hinweg, dass die Figuren ausgelaugt wirken, und die Witze sich zu häufig wiederholen: über die feuerrülpsenden Kinder von Donkey und dem weiblichen Drachen kann ich beim besten Willen nicht ständig lachen. Da erweist sich die Warnung der MPAA (die in den USA über die Altersfreigabe entscheidende Organisation) an die Eltern noch erfinderischer: «This film is rated PG for some crude humor, suggestive content and swashbuckling action.» Hört sich schon fast wie eine Filmbesprechung an, die ich leicht abgewandelt gerne für mein Fazit verwende.

Fazit: «Shrek the Third» bietet rohen Humor, anzügliche Inhalte und zwischendurch ein wenig abenteuerliche Handlung. Nebenwirkungen sind leichte Reizungen der Lachmuskeln.

Bewertung: 3 Sterne

(Bilder: © Paramount)

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