«Out of the Blue» von Dennis Hopper

«Out of the Blue»Manche Filme sind bedeutend wegen ihrer Handlung, andere wegen der Machart, wieder andere wegen den Schauspielern. Dann gibt es noch jene Filme, die das Lebensgefühl einer bestimmten Epoche spiegeln. Auf diese Art gesellschaftskritisch sind die Filme, die Schauspieler Dennis Hopper als Regisseur inszeniert. Nachdem er in «Easy Rider» den amerikanischen Traum sezierte, wendete er sich ein Jahrzehnt später in «Out of the Blue» der verlorenen Jugend einer Teenagerin zu.

CB (Linda Manz) lebt bei ihrer drogensüchtigen Mutter, ihr Vater sitzt im Gefängnis, weil er mit seinem Truck einen Schulbus gerammt hat. CB versucht, eine Rebellin zu sein. Doch selbst auf ihre Vorbilder Sid Vicious und Elvis kann sie sich nicht verlassen, denn die Idole sterben viel zu früh. Kommt hinzu, dass sie ihr Leben in der Kleinstadt ziemlich weit entfernt von jeglichem Punkerdasein fristet.

Die raue Energie des Films täuscht zwar nicht über das löchrige Drehbuch hinweg, reflektiert aber treffend den Zeitgeist; zumindest so wie ihn Regisseur Hopper erlebt haben muss. «Out of the Blue» ist durchaus lohnenswert, besonders wegen den Extras auf der Doppel-DVD. In einem aussergewöhnlichen Radiospot wirbt Jack Nicholson für den Film, und ein 90-minütiges Interview mit Hopper aus dem Jahre 1982 bringt sein Werk näher. Eher einschläfernd ist hingegen der Audiokommentar.

Film: 3 Sterne
Bild-/Tonqualität: 4 Sterne
Bonusmaterial: 5 Sterne

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